Eindrücke vergangener Aufstellungswochenenden

März 2019

Stärke und Mut

Man braucht Stärke, um hart zu sein.
Man braucht Mut, um mitfühlend zu sein.

 

Man braucht Stärke, um die Fahne hochzuhalten.
Man braucht Mut, um die Fahne zu senken.

 

Man braucht Stärke, um zu gewinnen.
Man braucht Mut, um sich geschlagen zu geben.

 

Man braucht Stärke, um sich ganz sicher zu sein.
Man braucht Mut, um Zweifel zuzulassen.

 

Man braucht Stärke, um sich anzupassen.
Man braucht Mut, um anders zu sein.

 

Man braucht Stärke, um den Schmerz eines Freundes zu fühlen.
Man braucht Mut, um seinen eigenen Schmerz zu fühlen.

 

Man braucht Stärke, um seine Gefühle zu verbergen.
Man braucht Mut, sie zu zeigen.

 

Man braucht Stärke, um einen Übergriff auszuhalten.
Man braucht Mut, um einem Übergriff Ein­halt zu gebieten.

 

Man braucht Stärke, um alleine dazustehen.
Man braucht Mut, um sich an jemanden an­zulehnen.

 

Man braucht Stärke, um zu lieben.
Man braucht Mut, um sich lieben zu lassen.

 

Man braucht Stärke, um zu überleben.
Man braucht Mut, um zu leben.

Aus Kristina Reftel »Ich habe nach Dir gewonnen«

November 2018
Eindrücke zum Nachhören:
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Carsten
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Claudia
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Gabi
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Sigrun
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Stefan
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April 2018

„Liebe Ursula,

Heute, eine Woche nach unserem Aufstellungswochenende, will ich dir eine Rückmeldung dazu geben. Seit ein paar Tagen denke ich darüber nach wie ich das, was ich empfinde, in Worte fassen soll. Denn eigentlich finde ich dafür keine Worte ??
Mich haben die Bilder in den Aufstellungen, die darin aufkommenden Gefühle und Erkenntnisse derart überwältigt, dass ich auch heute noch nicht darüber zu sprechen vermag.
Vor drei Tagen bin ich in einem Traum meiner Unschuld begegnet. Sie saß einfach so da, völlig friedvoll, entspannt, frei von jeglicher Belastung und schaute mich lächelnd an. Dieses kleine unberührte Mädchen. Ich wusste sofort wer sie ist. – Erst jetzt berührt mich das Gefühl der Unschuld.
Wie oft in meinem Leben habe ich mich schuldig gefühlt! Habe Schuld angenommen, die nicht zu mir gehört oder mich fremdgeschämt für die Schuld Anderer.
Und dies ist nur ein Thema, das mich bewegt.
Es bewegt sich so viel in meinem Umfeld!

Das Wochenende in Kassel, das Erleben in der Gruppe, diese unendlich scheinende Vertrautheit und Verbundenheit, die Einfachheit und doch Gemütlichkeit im Haus und Garten, die lecker und nahrhaft zubereiteten Mahlzeiten und besonders der musikalische lustige Samstagabend- das wünsche ich der Welt zu erleben. Dieses lässt sich eben nicht in Worte fassen.
Ich fühle mich innerlich befreit, gesättigt, gestärkt und freue mich auf das Leben.
Ich bin so, so dankbar dabei gewesen zu sein. Dankbar allen am Rande, die dies ermöglicht haben und na klar ganz besonders dir liebe Ursula.“

Sabine